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09.12.2011 Risiko- & Kontinuitätsmanagement

Vertrauen in Disaster-Recovery-Pläne sinkt

Vision Solutions hat eine neue Studie zum Einsatz von Tools für Disaster Recovery und Business Continuity vorgestellt. Der Report "State of Resilience 2011" zeigt, mit welchen Technologien Unternehmen die 24x7-Verfügbarkeit von Anwendungen und Daten sicherstellen möchten - unter anderem durch Virtualisierung und den Einsatz von Cloud-Lösungen.

Im heutigen Geschäftsleben, in dem Minute um Minute mehr Daten generiert, gespeichert und analysiert werden müssen, sind Sicherungs- und Wiederherstellungs-Strategien Stützpfeiler einer jeden widerstandsfähigen Organisation. Der diesjährige "State of Resilience"-Report zeigt detailliert, welche Herausforderungen die Datensicherheit und die Verfügbarkeit heute stellen.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Organisationen und Unternehmen beschäftigen sich intensiv mit disruptiven Technologien wie Virtualisierung und Cloud Computing, um andere Technologien potentiell abzulösen. Unter den an der Umfrage teilnehmenden Unternehmen setzen mehr als je zuvor auf die Virtualisierung ihrer Produktions-Server, und auch die Zahl derer, die Cloud Computing implementiert haben oder dies planen, hat zugenommen.
  • Neue Technologien gewährleisten nicht notwendigerweise eine effiziente Sicherung und Wiederherstellung kritischer Daten. Die höhere Komplexität der Systeme erfordert einen sehr umfassenden Ansatz beim Management der Datensicherung. Während einzelne Backup-Lösungen einfach zu implementieren sein können, erfordern die Entwicklung eines umfassenden Planes und die Konfiguration unterschiedlicher Produkte ein hohes Maß an Fachwissen. Echte Ausfallsicherheit setzt interoperable und integrierte Sicherheitslösungen voraus, die als Ganzes einfach zu bedienen sind. Unternehmen müssen sich daher zunehmend mit einheitlichen Sicherungsmethoden beschäftigen, die plattformübergreifend eingesetzt werden können.
  • Generell setzen die Unternehmen in diesem Jahr auf den gleichen Mix aus Sicherungstechnologien wie 2010, und nach wie vor überwiegt die Bandsicherung. Unternehmen mit einer Virtualisierungsstrategie haben dabei mit Bedacht auf unterschiedliche Methoden zum Schutz von virtuellen und physischen Servern gesetzt. Insgesamt mussten die befragten Unternehmen mehr Datenverluste hinnehmen als im Vorjahr; auch die Toleranz gegenüber solchen Verlusten stieg. Hier bestehen ganz deutlich Schwachstellen, mit denen man sich beschäftigen muss. Die Umfrage zeigt zudem, dass das Vertrauen der Verantwortlichen in ihre Disaster-Recovery-Pläne dieses Jahr deutlich gesunken ist.
  • Die Forderung der Fachabteilungen nach 24/7-Verfügbarkeit scheint die treibende Kraft hinter dem Einsatz von performanten Hochverfügbarkeits-Technologien zu sein. Die Sicherungspläne und -methoden müssen dabei eng auf diese geschäftlichen Anforderungen abgestimmt werden - strategisch wie operational. Geschwindigkeit, Zugänglichkeit und Wiederherstellungsmöglichkeiten stehen hier im Zentrum der Betrachtung. Dabei bleibt abzuwarten, ob die Forderung nach 24/7-Zugang zu Daten auch Auswirkungen auf den Einsatz klassischer Tape-Lösungen haben wird und ob noch mehr Unternehmen auf Disk- und Software-basierte Recovery-Lösungen setzen werden.


Der vierte jährliche "State of Resilience"-Report analysiert bestehende und neue Technologien zum Schutz kritischer Daten und zur Gewährleitung eines unterbrechungsfreien Betriebs (Business Continuity). Zu den größten Herausforderungen an die Unternehmen zählen dabei dieses Jahr der sprunghaft steigende Storage-Bedarf, die explosive Zunahme der von Anwendern generierten Daten, die Integration mobiler Geräte und die wuchernde Serverlandschaft. Für die Studie wurden während des gesamten Jahres etwa 6.300 technische Mitarbeiter und Verantwortliche in Windows-, IBM AIX-, IBM i-, IBM z/OS-, Linux-, HP-UX, Solaris- und anderen Umgebungen befragt.

Alan Arnold, Chief Technology Officer bei Vision Solutions kommentiert: "Wir sehen Veränderungen bei der Herangehensweise der Unternehmen an ihre Business-Continuity- und Disaster-Recovery-Strategien, und ihre Konzepte für die Ausfallsicherheit entwickeln sich weiter. So ging es in den vergangenen Jahren vor allem um Disaster Recovery und Risk Management, etwa um die Vermeidung von Datenverlusten durch Hardwarefehler oder Naturkatastrophen. Die aktuellen Daten zeigen, dass das Hauptaugenmerk heute darauf liegt, Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten jederzeit und bedarfsgesteuert alle Information schnell zur Verfügung stellen zu können. Und während heute etwas größere Datenverluste als akzeptabel gelten als in den vergangenen Jahren, hat sich die angestrebte Wiederherstellungszeit nach einem Ausfall drastisch verkürzt, da Ausfallzeiten immer kritischer werden. Weitblickende Unternehmen sehen Ausfallsicherheit heute mit anderen Augen und fokussieren sich auf die jederzeitige Verfügbarkeit von Daten, um ihren Geschäftserfolg zu gewährleisten."

Der komplette Bericht steht in englischer Sprache unter http://www.visionsolutions.com/webforms/state2011.aspx  zum Download zur Verfügung.



Foto: Quelle-Fotolia.com


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Autor: Kolaric