12.02.09

Von: pat

Abgang mit Zeugnis und vertraulichen Daten in der Tasche

Aktuelle Clearswift-Umfrage zeigt: Deutsche Unternehmen sind erheblich von Datendiebstahl durch ausscheidende Mitarbeiter betroffen. Viele Unternehmen haben die Gefahr eines Datendiebstahls durch ausscheidende Mitarbeiter zwar erkannt, wissen sich jedoch noch nicht ausreichend dagegen zu schützen.

Das hat eine Umfrage von Clearswift, Anbieter von Content Security-Lösungen, herausgefunden. Die Studie deckt zum einen falsche Einschätzungen darüber auf, wie einfach vertrauliche Daten verschwinden können, zum anderen auch einen all zu sorglosen Umgang mit internen Informationen:

Oft werden Unternehmen erst von externen Stellen auf den Diebstahl hingewiesen. Im Auftrag von Clearswift befragte das unabhängige Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im Januar diesen Jahres 100 deutsche Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. 

Die Mehrheit der befragten Unternehmen (63 Prozent) hat nach eigenen Angaben gegen Datendiebstahl durch ausscheidende Mitarbeiter Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Besonders sensibel ist man dafür im Finanzdienstleistungssektor (84 Prozent). Bei Unternehmen der produzierenden Industrie sind es immerhin 72 Prozent.

Datenklau ist weit verbreitet

Dennoch hatten 38 Prozent aller befragten Firmen bereits mindestens einen Fall von Datenklau erlebt. In Großbetrieben mit mehr als 3.000 Mitarbeitern und in der produzierenden Industrie stieg diese Zahl sogar auf über 50 Prozent. Im Bereich Finanzdienstleistungen hatte ebenfalls knapp die Hälfte der befragten Unternehmen die Erfahrung gemacht.

Der Diebstahl erfolgte meist per Speichermedium wie USB-Stick oder CD (76 Prozent) oder ganz einfach per E-Mail (53 Prozent). Erschreckend war auch, dass in nur 50 Prozent der Fälle die eigene IT-Abteilung dem Datenklau auf die Spur kam. Einer von fünf betroffenen Befragten gab an, dass er auf den Diebstahl von extern hingewiesen wurde. Von den befragten Unternehmen, die noch keinen Datendiebstahl durch Ex-Angestellte registriert haben, halten es nur sechs Prozent für möglich, dass Daten per E-Mail abhanden kommen könnten. Tatsächlich waren davon jedoch 53 Prozent betroffen. 

„Die Umfrage zeigt, dass man zwar eine allgemeine Gefahr erkannt hat, dass Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen, vertrauliche Daten mitnehmen“, kommentiert Richard Turner, CEO von Clearswift. „Aber das Risiko, dass Daten per E-Mail sehr leicht und unbemerkt verschwinden können, schätzen viele offensichtlich als zu gering ein. Wenn der Hinweis von außen kommt, ist es für die Rettung der Daten natürlich zu spät. Hier wären – gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen - wirksame Sicherheitsmaßnahmen sinnvoll.“

Über die Umfrage

Die Umfrage wurde im Auftrag von Clearswift durch Vanson Bourne im Januar 2009 durchgeführt. Befragt wurden 100 deutsche Unternehmen aus den Branchen Finanzdienstleistung, produzierende Industrie, Handel, Transport sowie andere Gewerbe in Deutschland mit mindestens 1.000 Mitarbeitern.

 

 

Foto: Quelle-sk_design/Fotolia.com

 

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Donnerstag, 02. September 2010
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