14.12.09

Von: Maciej Ziarek

%^ef$g73$5r(@&#!! – Über Verschlüsselung und Algorithmen

Was ist Verschlüsselung? Es gibt viele Definitionen dieses Begriffs. Manche sind detailliert und komplex, andere einfacher. Was wir allerdings sagen können ist, dass es sich bei der Verschlüsselung um eine simple Methode handelt, einen lesbaren Text derart zu modifizieren, dass er von Dritten nicht gelesen werden kann, aber nach entsprechender Verifizierung wieder lesbar wird.

Die Kryptografie hat ihren Ursprung nicht im Computerzeitalter. Obwohl die ständig zunehmende Leistungsfähigkeit von Computern eine bessere und immer effektivere Verschlüsselung ermöglicht, und die Kryptografie zweifellos Teil der Informationstechnologie geworden ist, existiert sie doch bereits seit tausenden von Jahren. Bevor ich mich der modernen Kryptografie zuwende, würde ich zuerst gern auf ein paar ältere Verschlüsselungsmethoden eingehen.

 

Chiffrierung in der Historie

Die Cäsar-Chiffre

Hierbei handelt es sich um eine der ältesten bekannten Verschlüsselungen, die – wie der Name suggeriert – vom römischen Herrscher Julius Cäsar für den Schutz wichtiger Botschaften verwendet wurde. Die Chiffrierung wurde benutzt, um den Standort der Armee geheim zu halten, falls die Botschaft vom Feind abgefangen werden sollte. Sie bestand aus einem Buchstabentausch, bei dem jeder Buchstabe mit einem anderen Buchstaben ersetzt wurde, der im Alphabet drei Stellen weiter hinten stand. Verschlüsselungen, bei denen Buchstaben vertauscht werden, nennt man Austausch-Verschlüsselungen. Bei monoalphabetischen Chiffrierungen (die Cäsar-Verschlüsselung ist eine davon) hat jeder Buchstabe im nichtverschlüsselten Text ein feststehendes Gegenstück unter den Buchstaben des verschlüsselten Textes.

 

 

 

 

ROT13

Bei dieser Verschlüsselung wird jeder Buchstabe mit einem anderen Buchstaben 13 Stellen weiter im Alphabet vertauscht, beginnend mit dem zu verschlüsselnden Buchstaben. Es handelt sich um eine sehr einfache Art der Verschlüsselung, die keine wirkliche Sicherheit bietet. Heutzutage wird diese Art der Verschlüsselung eher als Kuriosität oder für die Verschlüsselung von weniger wichtigen Inhalten verwendet. Diese Verschlüsselung unterscheidet nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung. Das unten aufgeführte Beispiel zeigt, dass der Mechanismus der Verschlüsselung dem der Cäsar-Verschlüsselung weitgehend entspricht, mit Ausnahme des Austauschbereiches.

 

ADFGVX

Diese Chiffrierung wurde von den Deutschen zur Verschlüsselung von Befehlen während des ersten Weltkrieges benutzt. Sie ist eine verbesserte Variante des vorher benutzten ADFGX-Schlüssels und basiert auf der Zuweisung eines Buchstabenpaares (darunter nur A, D, F, G, V und X) für jeden Buchstaben des zu verschlüsselnden Textes. Danach wird ein Schlüsselwort vergeben, welches die Geheimschriftanalyse erschweren soll. Außerdem haben wir eine Tabelle mit Buchstaben und Ziffern. Die Person, welche die Botschaft erhält, muss sowohl das Schlüsselwort als auch die Verteilung der Buchstaben in der Tabelle kennen. Die unten stehende Tabelle dient zur Veranschaulichung:
 

 

Wollen wir nach diesem System das Wort „Kaspersky“ verschlüsseln, müssen wir die Buchstaben zuerst mit Paaren kombinieren:

K - FV
A - GX
S - AG
P - AV
E - VA
R - VD
S - AG
K - FV
Y - XF

Im nächsten Schritt wählen wir ein Passwort, zum Beispiel SZYFR. Danach übertragen wir Buchstabenpaare von der ADFGVX-Tabelle in linearer Reihenfolge in eine neue Tabelle. Jede Spalte muss dieselbe Anzahl von Buchstaben aufweisen. Sind nicht genügend Buchstaben vorhanden, müssen wir weitere hinzufügen. In diesem Falle stehen die letzten beiden Buchstaben in der Tabelle für die Zahl 0.

 

Im letzten Schritt werden die Spalten mit den Buchstaben des Passwortes in alphabetische Reihenfolge gebracht.

 

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Freitag, 03. September 2010
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