25.08.2011 Anti-Malware
„Das haben wir nicht bestellt“: Miner-Botnetz attackiert deutsche Pizza-Lieferdienste
„Wir haben fest gestellt, dass das Miner-Botnetz zusätzlich zur Bitcoin-Komponente ein Modul integriert, mit dem gezielt Webseiten lahm gelegt werden können“, erklärt Tillmann Werner, Senior Virus Analyst bei Kaspersky Lab. „Miner ist eine besondere Bedrohung, weil das Zombie-Netz nicht wie gewohnt über einen zentralen Server, sondern über ein verteiltes Peer-to-Peer-Netz kommuniziert. Daher ist das Botnetz nur sehr schwer zu zerschlagen.“
Die Funktionsweise von Miner: Ist ein Rechner mit dem Miner-Bot infiziert, lädt dieser eine neue Datei namens „ddhttp.exe" nach. Diese Datei ist eine Variante des Bots, die speziell für DDoS-Angriffe konzipiert ist, um Web-Server durch massenhafte Abfragen lahmzulegen [2]. Um ihre Opfer so effektiv wie möglich zu attackieren, haben sich die Cyberkriminelle einen ganz speziellen Trick einfallen lassen. Denn Miner attackiert neben Pizzadiensten auch Dienstleister, die dedizierte Lösungen zur DDoS-Abwehr anbieten. Kaspersky Lab geht davon aus, dass es sich hierbei um eine Reaktion der Botnetz-Betreiber auf die Gegenmaßnahmen ihrer Opfer handelt.
„Glücklicherweise haben wir seit gestern keine Miner-Attacken mehr gesehen“, so Werner. „Allerdings kann die aufgebaute Botnetzinfrastruktur jederzeit wieder genutzt werden. Im schlimmsten Fall werden uns Miner-Angriffe noch länger beschäftigen.“
[1] siehe auch: http://www.securelist.com/en/blog/208193084/The_Miner_Botnet_Bitcoin_Mining_Goes_Peer_To_Peer
[2] siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Denial_of_Service
Foto: Quelle-Fotolia.com
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